sample&hold #9 Clara Maïda & Pedro Oliveira

Konzert

Die Verbindung von Mensch und Maschine ist ein Grundprinzip elektronischer Musik. Wie das klingen kann, präsentieren zwei ehemalige Stipendiat*innen auf ganz unterschiedliche Weise: Pedro Oliveira thematisiert in einem neuen Mehrkanalstück spezielle Mel-Filter, die im Alltag unter anderem zur Spracherkennung eingesetzt werden. Clara Maïda präsentiert ein neues Werk mit robotisierten, klingenden Pendeln, Videoprojektion und Mehrkanal-Audio.

 

Programm

18 – 19 Uhr
Arbeitspräsentation & Diskussion
Clara Maïda (Komposition) und Matthias Kubisch (Programmierung/3D-Druck)

19.30 –20.30 Uhr
Klanginstallation
Clara Maïda:
Pendel(a)utom@t (UA)
Ton-Pendel(a)utom@t (UA)

20.30 – 21.15 Uhr
Konzert
Clara Maïda:
(a)utom@ton (musical piece, 15’) (UA)
Pedro Oliveira:
DESCOMPASSO (für Subharchord) 2022-25 (UA)
Subharchord, Custom MEL-Filterbank, Ring Modulators: Pedro Oliveira
Stimme: Ece Canlı
Quadraphonic, 12'16"

 

Pedro Oliveira
Pedro Oliveira ist Klangkünstler, der mit Echo, Verzerrung und Rückkopplung als Material die Grenzen und Fehlleistungen des maschinellen Hörens erforscht. Durch Live-Performances mit analoger Synthese sowie durch Manipulation von Stimme und Text konzentriert sich seine Praxis auf die produktiven Schnittstellen zwischen Hören und Körper als einem Ort des Ringens um Identität, Migration und Zugehörigkeit. Derzeit Gastdozent im Studiengang Sound Studies and Sonic Arts an der Universität der Künste Berlin. Er promovierte an der UdK Berlin.

Clara Maïda
Clara Maïda lebt in Paris und Berlin und ist Komponistin (instrumentale und elektroakustische Musik). Sie hat einen PhD in Komposition von der University of Huddersfield (UK), einen Master in Musikwissenschaft, ein französisches Nationaldiplom für Klavierpädagogik sowie einen Bachelor in Psychologie. Sie war ein Jahr lang Gastkomponistin im Artists-in-Berlin-Programm des DAAD. Als Preisträgerin mehrerer internationaler Auszeichnungen und Stipendien erhielt sie Aufträge von zahlreichen Institutionen und Ensembles, darunter das Arditti Quartet, die Donaueschinger Musiktage, GRM Paris und ECLAT Stuttgart. Sie hatte Residenzen in mehreren elektroakustischen Studios, veröffentlichte monografische CDs sowie Artikel in Fachzeitschriften und Büchern. Sie unterrichtete als Gastprofessorin und hielt international Vorträge, Seminare und Meisterklassen. Ihre transversale Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Komposition, Psychoanalyse, der Philosophie Deleuzes und den Nanowissenschaften. Sie bezeichnet ihre Musik als „Nanomusik“.


Credits

Clara Maïda
Konzeption des Projekts, elektroakustische Komposition, Realisierung des Animationsvideos, Entwurf und Zeichnung der robotischen Installation und der Pendel, finale Bemalung des Pendel-Dekors

Matthias Kubisch
3D-Co-Design, 3D-Druck und Programmierung der Pendel

 

Commission: French Ministry of Culture / SCRIME–University of Bordeaux (2020) and Art Zoyd Studios (2024). Composer-in-residence: SCRIME (2024), Art Zoyd Studios (2024), GRAME (2024), and E-Studio of the Akademie der Künste (2025). Laureate of IMPULS NEUE MUSIK (2024)

Mittwoch, 5.11.2025

18 Uhr

Hanseatenweg

Halle 3

Werkpräsentation und Gespräch mit Clara Maïda und Matthias Kubisch

Musikinstallation von Clara Maïda

Konzert mit Clara Maïda und Pedro Oliveira

€ 10/7

Weitere Informationen

Studio für Elektroakustische Musik