Lange Nacht der Museen
Die Besucher*innen erwarten im Haus am Pariser Platz neben der multimedialen Präsentation zur Geschichte des Akademie-Gebäudes Führungen zur Architektur sowie durch die Magazine und Depots. Baukunstarchiv, Bibliothek und Kunstsammlung präsentieren Highlights aus den Sammlungen, Bilderkeller und Lesesaal sind geöffnet. Zudem laden wir wieder herzlich ein, die Bar auf der Dachterrasse mit Blick auf das Brandenburger Tor zu besuchen.
Programm
18 – 2 Uhr Öffnung der Dachterrasse mit Blick auf das Brandenburger Tor
Die Besucher*innen erwarten im Haus am Pariser Platz neben der multimedialen Präsentation zur Geschichte des Akademie-Gebäudes auch Führungen zur Architektur sowie durch die Magazine und Depots. Baukunstarchiv, Bibliothek und Kunstsammlung präsentieren Highlights aus den Sammlungen, Bilderkeller und Lesesaal sind geöffnet. Zudem laden wir herzlich ein, die Dachterrasse mit Blick auf das Brandenburger Tor zu besuchen.
18 – 2 Uhr Öffnung des Bilderkellers
Im Heizungskeller der Akademie der Künste entstand anlässlich zweier Faschingsfeste, 1957 und 1958, eine Reihe von Dekorationen. Die Malereien der damaligen Meisterschüler, u. a. Manfred Böttcher, Harald Metzkes, Ernst Schroeder, Werner Stötzer und Horst Zickelbein, sind heute einmalige Zeugnisse der künstlerischen Nachkriegsmoderne der DDR.
18 – 2 Uhr Multimediale Präsentation zur Geschichte des Akademie-Gebäudes / „Pariser Platz 4: Im Brennpunkt deutscher Geschichte”
Das Gebäude der Akademie der Künste am Pariser Platz spiegelt auf einzigartige Weise die jüngere deutsche Geschichte wider. Spuren der wechselnden Nutzungen seit 1907 sind heute noch sichtbar. In einer multimedialen Präsentation wird deutlich, wie sich die Brüche und Zäsuren des 20. Jahrhunderts in die Geschichte des Ortes eingeschrieben haben.
18 – 23 Uhr Öffnung des Lesesaals
Im Archiv wie in der Liebe lebt das Ewige: Gefühle, Briefe, Gedanken. Was wir bewahren, ist mehr als Dokument – es ist Kunst der Erinnerung, Zeugnis menschlicher Sehnsucht. Der Lesesaal öffnet für alle, die entdecken wollen: Liebe ist Erinnerung mit Zukunft.
Führungen
Für alle Führungen gilt: First come, first served. Anmeldung und Ticketausgabe vor Ort im Foyer.
In deutscher Sprache.
Bei Führungen durch die Sammlungen müssen Taschen rechtzeitig vor Beginn in die Schließfächer im 1.OG eingeschlossen werden.
Architekturführungen
19 Uhr, 20 Uhr, 21 Uhr, 22 Uhr
Dauer ca. 30 Min.
Max. 20 Personen
Seit 1907 wird das Gebäude durch die Akademie der Künste (gegründet 1696) genutzt, mit einer Unterbrechung durch die Nationalsozialisten. Als Akademie der Künste der DDR lag das Haus direkt am Mauerstreifen, seit 1993 ist es Sitz der vereinigten Akademie und seit 2005 umfängt der gläserne Neubau die historischen Räume der Preußischen Akademie. Im gesamten Gebäude - vom Bilderkeller bis zur Dachterrasse - finden sich Spuren der Vergangenheit, sprechende Zeugen der Geschichte.
Führungen Kunstsammlung Gemäldedepot „Liebe – Katastrophe“
19.15 Uhr, 20.15 Uhr, 21.15 Uhr, 22.15 Uhr
Dauer ca. 45 Min.
Max. 15 Personen
Tod, Krisen, Kriege und Naturkatastrophen stellen sowohl die Liebe als auch die Kunst häufig auf eine harte Probe. Bei einem Gang durch das Gemäldedepot der Kunstsammlung erfahren Sie einiges über Kunstwerke und deren bewegte Geschichte(n). Bei der Führung kommen nicht nur Romantiker*innen auf ihre Kosten, sondern auch Besucher*innen, die meinen, alle Abgründe der Liebe bereits zu kennen.
Führungen Bibliothek „Sammelleidenschaft – Private Künstlerbibliotheken“
18.45 Uhr, 19.45 Uhr, 20.45 Uhr, 21.45 Uhr
Dauer ca. 30-45 Min.
Max. 20 Personen
Die Bibliothek der Künste öffnet ihre Türen zu einzigartigen Büchersammlungen von Künstlerinnen und Künstlern. Präsentiert werden Highlights aus dem Bestand einer der größten interdisziplinären Spezialbibliotheken zur Kunst der Moderne. Die Reise startet im Lesesaal mit beeindruckender Aussicht und führt bis in die verborgenen Magazine.
Führungen schau depot architektur modelle
19.30 Uhr, 20.30 Uhr, 21.30 Uhr
Dauer ca. 30 - 40 Min.
Max. 23 Personen
Werfen Sie einen Blick „hinter die Kulissen“ des Archivs: Im 2024 eröffneten Schaudepot gewinnen Sie einen exklusiven Einblick in die herausragende Sammlung an Architekturmodellen der Akademie der Künste. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf dem 20. Jahrhundert. Anlässlich der Langen Nacht gehen wir der Frage nach, welche Rolle die Liebe in der Architektur spielen könnte.
Late Night Special Konzerte
22.30 – 1.30 Uhr „Wechselstrom – Eine Nacht mit elektronischen Dialogen“
In diesem Jahr hat die Akademie der Künste mit „Wechselstrom – Eine Nacht mit elektronischen Dialogen“ ein Late Night Special entwickelt, bei dem ab 22.30 Uhr improvisierte Musik, Klangkunst und Live-Elektronik gespielt wird. Komponist und Akademie-Mitglied Arnold Dreyblatt bildet das erste Duo mit Werner Durand. Es folgen Zero Beam mit Malte Giesen und Andrei Cucu (Studio für Elektroakustische Musik der Akademie). Beim Abschluss des musikalischen Nachtprogramms wird Carla Boregas ein Stück spielen, bei dem sie den Prozessor/Sampler Publison DHM89B2 des Studios für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste mit dessen FB2000-Keyboard, Bandmaschine und Synthesizern einsetzt.
Carla Boregas ist eine brasilianische Musikerin, Komponistin und Klangkünstlerin. Durch die Verschmelzung synthetischer und akustischer Instrumente und Techniken schafft Boregas Klanglandschaften, in denen das Gefühl von Präsenz und Entdeckung zwischen Dichte und Zartheit liegt. Ihre Arbeit umfasst Komposition, Improvisation, Performance, Klanginstallation und Radiokunst. Mit ihren Solo- und Gemeinschaftsprojekten tourte Boregas ausgiebig durch Europa, Nord- und Südamerika sowie Japan, wobei sie ihre wichtigsten Auftritte und Auftragswerke bei Rewire (NL), CTM Festival (DE), Le Guess Who? (NL), Deutschlandfunk Kultur (DE), Festival Novas Frequências (BR), Festival Música Estranha (BR), Copenhagen Jazz Festival (DK), MUTEK (CA) und We Jazz (FIN) präsentiert.
Andrei Cucu ist ein Klangkünstler / Komponist / Musiker aus Cluj Napoca in Rumänien und lebt in Berlin. Er arbeitet mit Text, Träumen, Video, Gesang und Objekten, wobei sein Schwerpunkt auf Klang liegt. Er schreibt Gedichte, improvisiert, komponiert, spielt und programmiert. Er ist Mitglied von Errant Sound und dem Studio für Elektroakustische Musik an der Akademie der Künste.
Arnold Dreyblatt (geb. 1953 in New York City) ist ein Komponist und Musiker, der eigene Instrumente, Aufführungstechniken und ein einzigartiges Tonsystem entwickelt hat. Als Teil der zweiten Generation der New Yorker Minimal-Komponisten studierte er bei Pauline Oliveros, La Monte Young und Alvin Lucier sowie Medienkunst bei Woody und Steina Vasulka. 1984 zog er nach Berlin. Seine Musik wurde von Ensembles wie den Bang On A Can All-Stars, dem Great Learning Orchestra und dem Pellegrini Streichquartett aufgeführt. Dreyblatt hat für Labels wie Tzadik, Hat Hut und Drag City aufgenommen und trat weltweit auf, unter anderem im Whitney Museum und beim MaerzMusik Festival. Neben seiner Musik ist er auch als visueller Künstler tätig. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Philip Morris Art Prize. Dreyblatt ist stellvertretender Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste in Berlin.
Werner Durand studierte Saxophon sowie indische und persische Flöten. In den frühen achtziger Jahren entwickelte er Blasinstrumente aus unterschiedlichen Materialen und Anblastechniken. Neben zahlreichen Projekten mit der Sängerin Amelia Cuni arbeitete er u.a. mit Komponisten wie Arnold Dreyblatt, Henning Christiansen, David Behrman und Catherine Christer Hennix zusammen. Er war Mitbegründer der Gruppen „The 13th Tribe“, Armchair Traveller, Tonaliens. Zahlreiche LP-&CD-Veröffentlichungen. Stipendien in der Cité des Arts-Paris (1989), Künstlerhäuser Worpswede (2003/4), AIR-Krems Österreich (2011) und Civitella Ranieri Italien (2013). Aktuell tritt er mit Flocks, Artificial Hipsters sowie im Rahmen von Fluxus und Futurismuskonzerten mit dem Ensemble „For Noise Intoners“ auf.
Malte Giesen studierte Komposition / Computermusik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Marco Stroppa und Oliver Schneller, anschließend weiter am CNSM Paris bei Gérard Pesson, an der HfM Berlin bei Hanspeter Kyburz und Elektroakustische Musik bei Wolfgang Heiniger. Er war Stipendiat der GdF MH Stuttgart, der Oscar- und Vera-Ritter-Stiftung und der Stiftung der HfM Berlin sowie des Elsa-Neumann-Stipendiums Berlin. Seit 2021 ist er Leiter des Studios für Elektroakustische Musik an der Akademie der Künste. Seine Werke werden in Deutschland und im Ausland aufgeführt.