Yvan Sagnet als Jesu-Darsteller bei Dreharbeiten „Das Neue Evangelium“ von Milo Rau in Matera (Italien), 2019. © 2019 Fruitmarket/Langfilm/IIPM. Foto: Armin Smailovic

School of Resistance

Filme und Diskussionen

Auf der Suche nach Strategien des Widerstands gründeten Milo Rau, das IIPM (International Institute of Political Murder) und das NTGent im Mai 2020 eine global vernetzte „School of Resistance“ als Livestream-Debattenreihe. Nun landet sie als symbolische Institution der Zukunft an der Akademie der Künste, Berlin und hinterfragt in Rückgriff auf bisherige Projekte ästhetische Praktiken des Widerstands. Aktivist*innen und Künstler*innen diskutieren gemeinsam über Kunst als transformatorische, realitätsschaffende Praxis.

Seit bald 15 Jahren bearbeiten Milo Rau und das IIPM mithilfe von Installationen, Theaterstücken, Filmen, Büchern und politischen Interventionen die Widersprüche des globalen Kapitalismus. Die Verschränkung von Aktivismus und Kunst führt dabei zu einer Erweiterung künstlerischer Strategien und trägt zugleich zur Entgrenzung des Kunstbegriffs bei. Wie kann Kunst auf Zustände der Krise reagieren? Wie kann sie zu Strategien des Widerstands beitragen? Sechs filmische Arbeiten von Milo Rau bilden bei dieser Untersuchung den Ausgangspunkt: The Last Days of the Ceausescus (2009/10), The Moscow Trials (2014), The General Assembly (2017), The Congo Tribunal (2017), Orestes in Mosul (2020) und The New Gospel (2020). Dabei hinterfragt die „School of Resistance“ an der Akademie der Künste die Bedingungen globaler Kunstproduktion ebenso wie die künstlerischen Strategien des IIPM selbst.


Detailliertes Programm und Links zu den Livestreams

Mi., 24.2., 17 Uhr | Film & Diskussion
General Assembly

Mi., 24.2., 19 Uhr | Film & Diskussion
Die letzten Tage der Ceausescus

Do., 25.2., 17 Uhr | Diskussion
(Im)possible Art

Do., 25.2., 19 Uhr | Film & Diskussion
Die Moskauer Prozesse

Fr., 26.2., 16 Uhr | Diskussion
Aesthetics of Resistance - Part I

Fr., 26.2., 17 Uhr | Diskussion
Transnational (In)justice

Fr., 26.2., 19 Uhr | Film & Diskussion
Das Kongo Tribunal

Sa., 27.2., 16 Uhr | Diskussion
Aesthetics of Resistance - Part II

Sa., 27.2., 17 Uhr | Diskussion
Kann es globale Kunst geben?

Sa., 27.2., 19 Uhr | Film & Diskussion
Orest in Mossul

So., 28.2., 16 Uhr | Diskussion
Aesthetics of Resistance - Part III

So, 28.2., 17 Uhr | Diskussion
Die Revolte der Würde

So., 28.2., 19 Uhr | Film & Diskussion
Das Neue Evangelium

Credits

School of Resistance
Eine Film- und Diskussionsreihe

Ein Projekt von IIPM, NTGent und der Akademie der Künste, Berlin

In Zusammenarbeit mit Medico International, Merve Verlag, European Alternatives, ECCHR, Allianz Kulturstiftung und Howlround Theatre Commons

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Bundeszentrale für politische Bildung

Kuratiert von Martin Valdés-Stauber und Kasia Wojcik

Mitarbeit Dramaturgie: Eva-Maria Bertschy
Bühnenbild: Anton Lukas
Technische Leitung: Jens Baudisch
Produktion: Elisa Calosi, Mascha Euchner-Martinez, Eva-Karen Tittmann 
PR / Kommunikation: Yven Augustin, Tom De Clercq
Grafikdesign: Nina Wolters, Thomas Schoofs

Die monatliche Diskursreihe „School of Resistance“ wird kuratiert durch: Eline Banken und Kasia Wojcik

 

Auf der Suche nach Strategien des Widerstands gründeten Milo Rau, das IIPM und das NTGent eine global vernetzte „School of Resistance“. Nun landet sie als symbolische Institution der Zukunft an der Akademie der Künste, Berlin. Diskussionen mit Aktivist*innen und Künstler*innen sowie Filmvorführungen. In deutscher und englischer Sprache. Livestreams vom 24. bis 28.2.2021.

Weitere Informationen

School of Resistance

Programm (PDF)